Mitglieder der Allianz 'Gesunde Schweiz'

Die Petition fordert, dass die bestehenden ZugangshĂŒrden bei der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen beseitigt werden.

Hilfe-Suchende mĂŒssen in vielen Regionen monatelang auf einen Therapieplatz warten. Dies, weil aktuell nur PsychiaterInnen berechtigt sind, ĂŒber die Grundversicherung abzurechnen. Meistens können Hilfe-Suchende eine Therapie nicht selber bezahlen und sind auf die KostenĂŒbernahme der Krankenkasse angewiesen. Andererseits, sind zu wenig Psychiater tĂ€tig. Eine Situation, welche sich durch die vielen anstehenden Pensionierungen zuspitzen wird. Dabei ist bekannt: Nicht rechtzeitig behandelte psychische Krankheiten haben fatale Folgen und verursachen der Schweizer Wirtschaft und den Sozialversicherungen jĂ€hrlich Kosten in Milliardenhöhe.

 

Das aktuelle System

Die Grundversicherung bezahlt heute die Psychotherapie durch spezialisierte PsychologInnen (PsychotherapeutInnen) nur, wenn die Therapie unter Aufsicht und in Verantwortung von Psychiater in deren RĂ€umlichkeiten durchgefĂŒhrt wird. Dies obwohl eidgenössisch anerkannte PsychotherapeutInnen vom Psychologieberufegesetz her ermĂ€chtigt sind die Psychotherapie in eigener fachlicher Verantwortung auszuĂŒben. Dies sollte in der Praxis endlich anerkannt werden.

 

Auswirkungen auf die Bevölkerung

Unser Gesundheitssystem weist hohe ZugangshĂŒrden fĂŒr psychisch erkrankte Personen auf, in bestimmten Bereichen, wie bei Kinder und Jugendliche, existiert eine massive Fehl- und Unterversorgung. Das heutige System schafft grosse HĂŒrden im Zugang zur Versorgung fĂŒr psychisch Kranke. Dies fĂŒhrt zu langen Wartefristen. Das ist fĂŒr den Krankheitsverlauf fatal.

 

Die Forderung: ZugangshĂŒrden abbauen!

Der Schweizer Berufsverband fĂŒr Angewandte Psychologie (SBAP) ist ĂŒberzeugt, dass durch ein Systemwechsel diese MissstĂ€nde behoben werden können. GemĂ€ss dem geforderten Anordnungsmodell mĂŒssen ÄrztInnen eine Psychotherapie anordnen. PsychotherapeutInnen erbringen die Leistung in der Folge selbstĂ€ndig und in eigener Verantwortung und rechnen die Leistungen mit der Grundversicherung direkt ab. Der rechtzeitige Zugang zur Versorgung ist hiermit sichergestellt.

Das Anordnungsmodell begegnet somit ebenfalls den drohenden Folgenkosten einer verschleppten, nicht rechtzeitig erfolgten psychotherapeutischen Behandlung wie ArbeitsunfÀhigkeit, Sozialkosten, ProduktivitÀtseinbussen, usw.

 

Die Petition

Genau das wird in der Petition gefordert: HĂŒrden abbauen – Behandlung psychischer Krankheiten sicherstellen!

Bis Ende Februar 2019 sammeln wir Unterschriften. Mitmachen und unterschreiben!

Link zur Petition: www.sbap.ch/petition

Video: https://www.psychologie.ch/landing-pages/petition/

 

Die Petition wurde von folgenden VerbĂ€nde und Organisationen lanciert bzw. unterstĂŒtzt: Föderation des Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP), Schweizer Berufsverband fĂŒr Angewandte Psychologie  (SBAP), Pro Mente Sana, Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP), SPO Patientenschutz, Dachverband Schweizerischer Patientenstellen, Haus- und Kinderärzte Schweiz.



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