Mitglieder der Allianz 'Gesunde Schweiz'

Sozialwissenschaften helfen zu verstehen, wie das gesellschaftliche Umfeld, konkrete Lebensbedingungen und das Verhalten unsere Gesundheit beeinflussen. Aus diesen Erkenntnissen können Handlungsmöglichkeiten für die öffentliche Gesundheit entwickelt werden. Die Swiss Public Health Conference 2018 am 6./7. November in Neuchatel möchte diskutieren, welche Beiträge die Sozialwissenschaften leisten können, um eine an Gesundheit orientierte Politik zu fördern.

Die Gesundheit des Einzelnen und der Gesellschaft hängt von vielen Faktoren ab: Eine Rolle spielen die genetische Veranlagung, unser Verhalten, Umwelt- und Lebensbedingungen sowie der Zugang zur Gesundheitsversorgung. Obwohl der letztgenannte Faktor nur zu 15 bis 20 Prozent für unseren Gesundheitszustand verantwortlich ist, fliessen die Gesundheitskosten fast ausschliesslich in diesen Bereich. Unser Gesundheitssystem ist hauptsächlich auf die Versorgung von Kranken ausgerichtet. Der damit verbundene stetige Anstieg der Krankenkassenprämien stellt für die Menschen in der Schweiz und vor allem für Familien ein ernsthaftes Problem dar. Dementsprechend dominiert er die öffentliche Diskussion über die Gesundheitspolitik.

Sozialwissenschaften verstehen die individuelle und kollektive Gesundheit in einem über den biomedizinischen Rahmen hinausgehenden Sinn. Sie helfen zu verstehen, wie das gesellschaftliche Umfeld, konkrete Lebensbedingungen und das Verhalten unsere Gesundheit beeinflussen. Aus diesen Erkenntnissen können Handlungsmöglichkeiten für die öffentliche Gesundheit entwickelt werden, die unser Versorgungssystem ergänzen können.

Welchen Beitrag können die Sozialwissenschaften somit leisten, um eine an Gesundheit orientierte Politik zu fördern? Welches sind die Chancen und Herausforderungen einer solchen Sichtweise? Wie sind Handlungsempfehlungen praktisch umsetzbar? Diese Fragen stehen im Zentrum der Swiss Public Health Conference 2018.

Im ersten Teil der Konferenz werden die neusten Erkenntnisse zu den Einflussfaktoren auf die Gesundheit vorgestellt. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung in der Agenda 2030 und ihr Einfluss auf die schweizerische Gesundheitsaussenpolitik werden genauso erörtert wie unser persönliches Verhalten. Der zweite Teil der Konferenz analysiert politische Vorgänge bei der Gesundheitsförderung: Wie können wissenschaftliche Resultate in politische Entscheide einfliessen und dazu beitragen, Lösungen zu entwickeln? Basierend auf erfolgreich gemachten Erfahrungen werden schliesslich im dritten Teil konkrete Handlungsmöglichkeiten auf kantonaler und nationaler Ebene aufgezeigt.

Möchten Sie mitdiskutieren? Es sind noch Plätze frei. Hier können Sie sich noch bis zum 4. November 2018 anmelden.



Mitglieder der Allianz 'Gesunde Schweiz'